Ist es euch im Unternehmen auch schon mal aufgefallen oder habt ihr festgestellt das ihr Videoüberwacht werdet. Und was denkt ihr darüber. Ist es mit unserem Datenschutzgesetz zu vereinbaren? In manchen Bereichen ist es unabdingbar wie z. B. an der Kasse im Supermarkt oder bei Kreditinstituten. Was ist wenn die eigenen Mitarbeiter im Büro überwacht werden, was gearbeitet wird. Es hat schon was mit Big Brother zu tun.
Für mich ist es unangenehm, wenn ich nicht weiss, dass ich von meinem Vorgesetzten mittels einer Kamera beobachtet werde. Schließlich verbringe ich die meiste Zeit des Tages im Büro oder sonst wo im Unternehmen. Man fühlt sich kontrolliert und die Privatsphäre wird verletzt.
In Zeiten des Internets werden solche Dinge nicht mehr unter den Tisch gekehrt und Unternehmen die sich solchen Mitteln bedienen haben stark an Ansehen verloren. ALDI und Co.
Die Bundesregierung hat am 25. August 2010 den Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes auf den Weg gebracht, mit dem die Datenerfassung und Datenverarbeitung durch den Arbeitgeber während eines Arbeitsverhältnisses geregelt werden soll. § 32 f BDSG soll dann Bestimmungen enthalten über die Videoüberwachung. Danach ist eine für Betroffene erkennbare Videoüberwachung nur erlaubt, wenn einer der im Gesetz genannten Gründe vorliegt, die Videoüberwachung zur Wahrnehmung wichtiger betrieblicher Interessen erforderlich und verhältnismäßig ist.
Gründe für eine Videoüberwachung können in diesem Fall zum Beispiel Zutrittskontrolle und Wahrnehmung des Hausrechts sein.
ich sehe es wie jockl. Ein Mitarbeiter der täglich seiner Arbeit nach geht und sich nichts zu Schulden kommen lässt braucht sich ja vor nichts fürchten.
Da sich der Diebstahl immer mehr häuft sind Unternehmen dazu gezwungen, dem ganzen Einhalt zu gebieten. Ich persönich habe kein Problem von irgendeiner Kamera gefilmt zu werden kann es aber verstehen, dass nicht jeder meine Ansicht teilt. Hier sollte einfach das offene Gespräch mit dem Verantwortlichen gesucht werden. Denn auch für den Arbeitnehmer hat es Vorteile, wenn Diebstähle aufgedeckt werden.
Anders sieht es allerdings bei der Überwachung in Sozialräumen wie Toilette, Pausenraum, ect. aus. Hier darf vom Arbeitgeber keine Videoaufzeichnung erfolgen, da es wohl nur um die reine Überwachung seiner Arbeitnehmer geht.
Ich glaube, wenn in Banken, Lagern oder Eingängen etc. Überwachungskameras hängen, hat wohl kaum jemand etwas dagegen. Die Notwendigkeit leuchtet noch ein. Das Problem stellt sich doch bei heimlich installierten Kameras. Wird durchaus gemacht. Und da finde ich eine äußerst sorgsame und sehr sehr eingeschränkte Umgehensweise für angezeigt. Die heutigen Kameras sind alle so gut, dass ich schon was dagegen habe, wenn ich am Arbeitsplatz ohne mein Wissen gefilmt werde. Auch wenn im Handykamerazeitalter keiner vor heimlichen Aufnahmen sicher ist, heißt dies noch lange nicht, dass man das rechtlich auch noch billigen muss.
Bei uns auf der Arbeit hängen Schilder mit "Videoüberwachung". Ich glaube wenn die nicht sichtbar angebracht werden ist das Video vor Gericht kein Beweis da heimlich nicht gefilmt werden darf selbst wenn die Kamera sichtbar installiert ist.
Da wo die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben ist ein schwarzer Balken. Es wurde bei uns also schon auf alle Eventualitäten reagiert.
Generell halte ich Videoüberwachung in gewissem Rahmen für sinnvoll - wenn z.B. Diebstahl nachgewiesen werden soll. Da aber eine Grenze zu finden, was zu weit geht, ist wahrscheinlich sehr schwer.
Hab schon manches mal gedacht, dass in meiner Firma auch in den Büroräumen mal per Video überwacht werden müsste. Der Chef würde staunen, was einige seine Mitarbeiter so den ganzen Tag machen... (alles, bloß nicht arbeiten)